Media Review on Museums

CARMAH documents media discourse on current transformations in ethnological museums and ethnographic collections in German-speaking countries – especially in Berlin – with a focus on how museums and collections deal with their colonial pasts. Our list of links to relevant articles will be updated regularly.
Further information – i.e. announcements for conferences in this field – will be provided via the AG Museum der Deutschen Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie mailing list. To sign up for it, please contact larissa.foerster@hu-berlin.de.
Researchers’, curators’ and activists’ contributions to discussions about the Humboldt-Forum can be found on the blog Wie weiter mit Humboldts Erbe. Ethnografische Sammlungen neu denken, which is maintained by the Global South Studies Centre (Universität zu Köln) – with the participation of CARMAH.

 

 

FAZ, 10.04.2018: “Niemand würde eine Rokoko-Skulptur als Stammeskunst bezeichnen”

Heinrich Schweizer hat sich lange mit afrikanischer Kunst bei Sotheby’s beschäftigt, ehe er in New York seine eigene Galerie eröffnete. Er erklärt Maria Wiesner und Lutz Mükke warum manche Stücke für Millionen versteigert werden und wie der Markt auf Restitutionsansprüche reagiert.

SZ, 09.04.2018: “Jetzt gestalte mal!”

Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und der Schriftsteller Felwine Sarr haben einen präsidialen Auftrag: die Rückgabe von Raubkunst aus Frankreich nach Afrika. Interview von Jörg Häntzschel.

Auswärtiges Amt, 09.04.2018: Aus der Vergangenheit in die Zukunft: Deutsch-Namibische Vergangenheitsbewältigung

In den Jahren 1904 bis 1908 schlugen deutsche Kolonialtruppen im damaligen Deutsch-Südwest-Afrika Aufstände der Volksgruppen Herero und Nama grausam nieder. Die politische Aufarbeitung dieses schrecklichen Kapitels in der Geschichte ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen Deutschland und Namibia.

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 06.04.2018: Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Frankreich – gemeinsame Wege für die Kultur

Bei ihrem Treffen in Paris tauschten sich die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, und die französische Ministerin für Kultur, Françoise Nyssen, über gemeinsame Vorhaben und Ziele für die Kultur in beiden Ländern und in Europa aus.

WDR5, 04.04.2018: Brauchen wir eine andere Provenienzforschung?

Noch vor kurzem lag Kunst aus ehemaligen Kolonien in deutschen Museen – und niemand fragte nach. Wie Provenienzforschung stattdessen zukünftig aussehen könnte, beschreibt jetzt die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy. Anja Reinhardt stellt das Buch vor.

WDR, 04.04.2018: Londoner Museum bietet Rückgabe von Kunstschätzen an

Das Victoria and Albert Museum hat angeboten, Äthiopien Kunstgegenstände zurückzugeben, die britische Truppen im 19. Jahrhundert geplündert haben.

taz, 04.04.2018: Immer wieder entworfene Idylle

von Lorenz Rollhäuser. Das Humboldt Forum inszeniert Deutschland als achtsame Kolonialmacht. Doch seine Kunstsammlung verdankt es einem gierigen Mitarbeiter.

Tagesspiegel, 31.03.2018: Die Lust am prospektiven Misslingen

Immer im falschen Film? Das Humboldt-Forum braucht Zeit und Zuversicht, ebenso wie sein neuer Generalintendant. Ein Kommentar von Rüdiger Schaper.

DLF, 31.03.2018: Reihe ‘Späte Reue’ – “Eindeutige Unrechtskontexte”

Mit der Debatte um das Humboldt Forum kam die Frage auf, wie man mit den ethnologischen Sammlungen in den Museen in Deutschland verantwortungsvoll umgehen könne. Man müsse die Themen ansprechen, sagte Inés de Castro im Gespräch mit Mascha Drost – ein Museum könne sich nicht aus der kolonialen Verstrickung lösen.

DLF Kultur, 28.03.2018: Das Erinnern an Kolonialismus-Verbrechen wirkt allmählich

Der neue schwarz-rote Koalitionsvertrag thematisiert koloniale Verantwortung. Da verändere sich politisch etwas, meint die Journalistin Arlette-Louise Ndakoze. Aber nur, weil Nachfahren der Opfer nicht locker ließen – und der Nachbar Frankreich das deutsche Schweigen erschwere.

Zeit Online, 27.03.2018: Es gibt nicht die eine Geschichte

Sondern es sind viele Geschichten, die zählen. Eine Antwort an die Kritiker des Berliner Humboldt Forums von Neil MacGregor.

von Lothar Müller. Wer sind die Deutschen? Wo ist ihr Ort in der globalisierten Welt? Die Debatte darüber ist rasch abgeflaut. Mit der Eröffnung des Forums wird sie wieder da sein.

Das Erste, ttt, 25.03.2018: Der Streit um die Benin-Bronzen

von Claudia Kuhland und Jan-Philip Scholz. Vor 120 Jahren raubten die Briten Kunstschätze von unschätzbarem Wert: Die Benin-Bronzen. Sie gelangten auch in deutsche Museen und stehen im Fokus der Debatte um das koloniale Erbe.

History Workshop, 23.03.2018: Radical Object: A Handmade Rifle Confiscated by British Soldiers during the Mau Mau Uprising

by Rachael Minott. This wooden gun was confiscated by British soldiers at some point during the so-called Mau Mau Uprising, which was fought by Kikuyu, Meru, and Embu people, with some units of Kamba and Maasai too, against white European colonist-settlers in Kenya between 1952-64.

FAZ, 22.03.2018: Völker, hört die Gesänge

von Andreas Kilb. Das Humboldtforum stellt seine Tonarchive aus.

3sat, Kulturzeit, 22.03.2018: Grütters zu Kulturpolitik

Kulturzeit-Gespräch mit der Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) über ihre Anliegen für die neue Legislaturperiode.

SZ, 21.03.2018: Wie ein ethnologischer Kindergarten

von Jörg Häntzschel. Hartmut Dorgerloh, Spezialist für Denkmalpflege und Schlösser, soll Intendant des Berliner Humboldt-Forums werden. Absurder hätte die Wahl kaum ausfallen können.

Spiegel Online, 21.03.2018: Sieg der preußischen Kulturbürokratie?

von Ulrike Knöfel. Er gilt als geräusch- und farbloser Verwalter. Nun soll Hartmut Dorgerloh nach Wunsch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Generalintendanz im Humboldt Forum übernehmen.

Bundestag, 21.3.: Regierungserklärung Monika Grütters

Die Staatsministerin für Kultur und Medien sprach unter anderem über Kolonialismus und Provenienzforschung.

FAZ, 21.03.2018: Wir wollen kein steriles Kulturangebot für die Upper Class

Hartmut Dorgerloh wird das Humboldtforum leiten. Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt Andreas Kilb, was er dort tun soll – und was aus Neil MacGregor wird.

FAZ, 20.03.2018: Hartmut Dorgerloh soll Chef des Humboldtforums werden

Der künftige Intendant des Humboldtforums ist gefunden. Hartmut Dorgerloh, Chef der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, soll es werden. Das verrät Kulturstaatsministerin Monika Grütters im Gespräch mit Andreas Kilb.

Hyperallergic, 20.03.2018: What Black Panther Gets Right about the Politics of Museums

by Lise Ragbir. In one scene, the blockbuster superhero movie touches on issues of provenance, repatriation, diversity, representation, and other debates currently shaping institutional practices.

Pressemitteilung SPK, 19.03.2018: Kolonialismus ist das Thema der nächsten Jahre

Der künftige Leiter der Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst und Musikethnologe Lars-Christian Koch spricht im Interview mit Birgit Jöbstl und Nikolas Matheyer über seine künftigen Aufgaben und dem besonderen Umgang mit immateriellem Kulturerbe.

Pressemitteilung SPK, 19.03.2018: Direktor für Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst gewählt

Der SPK-Stiftungsrat wählte heute einstimmig den Musikethnologen Lars-Christian Koch zum künftigen Direktor beider Sammlungen.

Berliner Zeitung, 18.03.2018: Der nächste Kandidat für die Sammlungsleitung wurde geleakt

von Nikolaus Bernau. Der komplizierteste Job, der im deutschen Museumswesen derzeit zu vergeben ist, heißt „Sammlungsleitung“, erst einmal nur für das Ethnologische Museum, künftig auch für das Museum für Asiatische Kunst im Berliner Humboldt-Forum.

SZ, 16.03.2018: König der Löwen

von Jörg Häntzschel. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist ein Imperium: 17 Museen, Ischtar-Tor und Nofretete. Kritiker fordern: Sie muss reformiert werden.

Zeit Online, 14.03.2018: Weltgeltung und Kleinstdebatten

von Thomas E. Schmidt. Die SPD rüstet kulturpolitisch auf. Was folgt für das Humboldt Forum?

SZ, 11.03.2018: Schönheit als optische Täuschung

von Joseph Hanimann. Das Musée du Quai Branly zeigt zum ersten Mal seine Bildersammlung aus der Zeit des Kolonialismus. Darunter Werke von Paul Gaugin, Émile Bernard und Henri Matisse.

ARTNET, 08.03.2018: France’s President Has Promised to Return Africa’s Heritage – Now Macron’s Pledge Is Being Put to the Test

by Naomi Rea. European museums face renewed calls to hand back artifacts looted in Africa during the colonial-era.

Zeit Online, 07.03.2018: Schluss mit dem falschen Frieden!

von Hanno Rauterberg. In der Kolonialzeit gelangten riesige Kulturschätze in die deutschen Museen. Vieles davon ist Raubkunst und muss dringend zurückgegeben werden. Bald schon könnten die schönsten Prunkstücke das Land verlassen.

Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2018: Wer nicht kämpfen will, hat schon verloren

von Herfried Münkler. Nichtregierungsorganisationen bauen ihre Macht immer weiter aus. Auch im Wissenschaftsbetrieb. Die Forschung muss ihre Freiheit verteidigen.

Zeit Online, 07.03.2018: Hundert Glasperlen für einen Kopf

von Ronald Düker. Aus den deutschen Kolonialgebieten in Afrika brachten Rassenforscher Tausende menschliche Schädel nach Berlin. Dort lagern sie immer noch, gestapelt in Pappkartons. Manche sollen in Zukunft als “Labormaterial” genutzt werden.

Zeit Online, 07.03.2018: “Sie gehören uns allen”

Dekolonisation, wie kann das gelingen? Tobias Timm führt ein Gespräch mit Achille Mbembe, einem der wichtigsten Philosophen des afrikanischen Kontinents.

Le Monde, 06.03.2018: Le président Macron nomme deux experts pour la restitution du patrimoine africain

L’historienne française Bénédicte Savoy et l’écrivain sénégalais Felwine Sarr examineront les conditions dans lesquelles les œuvres pourront être rapatriées.

NY Times, 06.03.2018: After a Promise to Return African Artifacts, France Moves Toward a Plan

by Annalisa Quinn. President Emmanuel Macron of France announced on Monday his appointment of two experts to make plans for the repatriation of African artifacts held in French museums.

FAZ, 06.03.2018: Konsens ist in Deutschland erste Bürgerpflicht

Neil MacGregor ist Gründungsintendant des Humboldtforums. Er verrät im Gespräch mit Andreas Kilb was er über deutsche Kulturpolitik gelernt hat – und was der Chef des Projekts können muss.

ARTNET, 05.03.2018: The Museum Heist Scene in ‘Black Panther’ Adds Fuel to the Debate about African Art Restitution

by Sarah Cascone. The British Museum says it welcomes discussion raised by the film as it explores how to handle African objects in its own collection.

Frankfurter Feuilleton, 05.03.2018: Gehäuse für Weltkulturen

von Uwe Kammann. Das Humboldt-Forum und das Musée du Quai Branly im Vergleich. Eine Diskussion auch als Anregung für Frankfurt?

The Citizen, 05.03.2018: Tanzania ‘to bring back hero’s skull’

by Gadiosa Lamtey. The Tanzanian government has confirmed that it is considering bringing back the skull of Chief Songea, a Ngoni traditional leader who was beheaded during the Maji Maji uprising.

Wissenschaftskolleg zu Berlin, 03.2018: The Future of the Humboldt-Forum: An Epiphany

H. Glenn Penny describes his idea for a way “out of the conundrum that is the Humboldt Forum”.

The Baltimore Sun, 02.03.2018: ‘Black Panther’ Raises Difficult Questions for Museum Community

by Mary Carole McCauley. In one five-minute sequence, ‘Black Panther’ raises issues central to the modern museum world, including cultural appropriation and repatriation, the racial composition of museum staffs, and lingering stereotypes regarding visitors of color.

Kunstauktionshaus Zemanek-Münster, 01.03.2018: Information zu Lot 252, Gedenkkopf einer Königin-Mutter, 19. Jh. 

Dieses Werk eines unbekannten Künstlers der Benin-Kultur kann − nach gütlicher Einigung mit den jüdischen Erbenvertretern − auf der  Tribal Art Auktion am 10.März rechtlich einwandfrei zum Verkauf angeboten werden.

FAZ, 28.02.2018: Kopf der Königin

von Brita Sachs. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Sammlung Rudolf Mosses zwangsversteigert und in alle Winde zerstreut. In Würzburg kommt nun eine Benin-Bronze aus dieser Sammlung zum Aufruf.

Frieze, 28.02.2018: The Fraught Future of the Ethnographic Museum

by Cody Delistraty. With Macron poised to make changes to France’s handling of ethnographic art, the Quai Branly would do well to follow suit.

The Hopkins Exhibitionist, 22.02.2018: Why Museum Professionals Need to Talk About Black Panther

by Casey Haughin. With issues such as police brutality, the ever-present effects of slavery in Western society, and black identity approached in the film Black Panther, it is easy to gloss over a scene of the film that engages with the complicated relationship between museums and audiences affected by colonialism.

Die Welt, 20.02.2018: Schluss mit dem „System der Kolonialität“! 

Rückerstattung der Erinnerung: Wir müssen unsere ethnologischen Museen neu denken, zusammen mit den Herkunftsländern. Ein Plädoyer der Museumschefin Nanette Snoep.

Kunstauktionshaus Zemanek-Münster, 20.02.2018: Aufgespürt: Königlicher Beninkopf aus jüdischer Kunstsammlung

Provenienz-Recherchen brachten es zu Tage: Der Benin-Kopf aus einem privaten Nachlass ist ein Werk des 19. Jahrhunderts und gehörte einst zur 1934 zwangsversteigerten Kunstsammlung Rudolf Mosses.

Monopol Magazin, 19.02.2018: “Spiegel”: Für Schloss-Fassade sind Steuergelder nötig 

Für die Finanzierung der Barockfassade des rekonstruierten Berliner Stadtschlosses muss einem “Spiegel”-Bericht zufolge womöglich auf Steuergelder zurückgegriffen werden, weil das Spendenaufkommen nicht reicht

SZ, 19.02.2018: “Man hätte früher reagieren müssen”

Christine Prußky spricht im Interview mit Gilbert Lupfer über den richtigen Umgang mit dem schweren Erbe aus NS- und Kolonialzeit.

The Art Newspaper, 16.02.2018: The Restitution Revolution Begins

President Macron is ushering in a new era for the return of displaced heritage. By Bénédicte Savoy.

SZ, 16.02.2018: Stuntman auf zwei Autodächern

von Jörg Häntzschel. Ganz kurz sah es aus, als gäbe es einen Lichtblick für das Humboldt-Forum in Berlin: Eine Sammlungsdirektorin sei gefunden, hieß es. Nun, sie sagte ab. Damit gibt es nur eine Lösung: Legt das Projekt auf Eis!

Tagesspiegel, 16.02.2018: Neue Jobs für alle

Berlinalezeit ist auch Gerüchtezeit. Rüdiger Schaper hört erstaunliche Dinge aus der Berliner Kulturpolitik.

Die Welt, 15.02.2018: “Schöne neue Möglichkeiten”

von Lucas Wiegelmann. Museumschefin de Castro begründet ihren Verzicht aufs Humboldt Forum.

Tagesspiegel, 15.02.2018: Berlins verfluchte Schätze

von Nicola Kuhn. Es wurde betrogen, gestohlen, gemordet – an vielen Kunstwerken in Berliner Museen klebt Blut. Forscher müssen sich fragen: Dürfen sie noch hierbleiben?

Die Welt, 13.02.2018: De Castro sagt dem Humboldt Forum ab

Sie war das erste Aushängeschild für Deutschlands ehrgeizigstes Kulturprojekt. Doch die Ethnologin Inés de Castro bleibt lieber in Stuttgart.

Tagesspiegel, 12.02.2018: Hermann Parzinger: “Es muss neue Erzählungen geben”

Gründungsintendant Hermann Parzinger spricht im Interview mit Nicola Kuhn über das Humboldt-Forum und die Last des kolonialen Erbes.

Neue Zürcher Zeitung, 09.02.2018: Kunstwerke haben Biografien

von Philipp Meier. Das Museum Rietberg begrüsst den Vorstoß des französischen Präsidenten. Für einen angemessenen Umgang mit dem kolonialen Erbe bedarf es nun aber der Provenienzforschung, die sich jedes einzelnen Objekts annehmen muss.

SZ, 09.02.2018: Kompliziertes Erbe

von Susanne Hermannski. Die Stuttgarter Sinologin Uta Werlich soll künftig das Museum Fünf Kontinente in München leiten.

07.02.2018, Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD

Zeile 8089-8091:  Die Aufarbeitung der Provenienzen von Kulturgut aus kolonialem Erbe in Museen

Hamburger Abendblatt, 06.02.2018: Kreativer Umgang mit Hamburgs Kolonialgeschichte

von Katja Engler. Ein neues Projekt vereint Kunst mit Universitäts- und Museumsarbeit. Die Forschungsstelle “Hamburgs (post-)koloniales Erbe” ist die erste ihrer Art in Europa.

SZ, 05.02.2018: Agenten einer neuen Zeit

von Catrin Lorch. Das Museum als Institution ist in der Krise – und muss sich einem neuen Publikum und neuen Regeln öffnen. Ein Gespräch mit den Direktoren Yilmaz Dziewior und Matthias Mühling über notwendige Veränderungen.

arthistoricum.net, 05.02.2018: Afrika – oder: Was ist los mit der Kunstgeschichte?

Gastbeitrag von Ulrich Pfisterer über die Ausstellung „Unvergleichlich. Kunst aus Afrika im Bode-Museum“ / „Beyond Compare. Art from Africa in the Bode Museum“.

taz, 05.02.2018: Späte Gerechtigkeit für Verfolgte

von Klaus Hillenbrand. Deutschland erklärt sich zu Zahlungen an jüdische Opfer des Vichy-Regimes bereit. Etwa 2.000 Juden wurden innerhalb Algeriens deportiert.

SZ, 05.02.2018: Offensiv, vor Ort und demokratisch

von Jörg Häntzschel. Union und SPD scheinen die Kulturpolitik radikal erneuern zu wollen – vor allem mit “soft power”, dem Goethe-Institut und Arbeit in Afrika.

taz, 04.02.2018: Wem gehört der Schädel?

von Elisabeth Kimmerle. Gerhard Ziegenfuß hat einen Totenkopf aus Deutsch-Südwestafrika geerbt. Er will ihn zurückgeben. Aber das ist gar nicht so einfach.

Berlin Postkolonial, 01.02.2018: “Runter vom Ross, Herr Parzinger!”

Debattenbeitrag von Mnyaka Sururu Mboro und Christian Kopp zur Rückgabe von afrikanischem Kulturgut und menschlichen Gebeinen

Spiegel Online, 25.01.2018: Von der Schuld der Deutschen in Namibia

von Christoph Titz. Mehr als 30 Jahre unterjochten Deutsche in Namibia die Völker der Herero und Nama. In New York läuft ein Verfahren gegen die Bundesrepublik. Der Vorwurf: Deutschland sei für den Tod von 80.000 Menschen verantwortlich.

FAZ, 25.01.2018: Bauen wir Museen in Afrika!

von Hermann Parzinger. Wem gehört die Kunst der Kolonialzeit? Den Erben der Kolonialherren – oder den Völkern, die sich um ihr Kulturerbe betrogen fühlen? So würde eine faire Lösung aussehen.

The New Yorker, 24.01.2018: The Troubling Origins of the Skeletons in a New York Museum

by Daniel A. Gross. Thousands of Herero people died in a genocide. Why are Herero skulls in the American Museum of Natural History?

Modern Ghana, 24.01.2018: Parzinger’s Cri De Coeur: Genuine Plea for UN/UNESCO Assistance or Calculation to Delay Restitution of Artefacts?

by Kwame Opoku. What can one make out of Parzinger’s plea to have a United Nations/ UNESCO conference to deal with the colonial legacy? Is this a genuine call for help in settling the issues relating to artefacts taken out of Africa during European colonization or is this a tactical move to gain time and thereby delay restitution of looted artefacts?

SZ, 23.01.2018: Exotik des Vertrauten

Beiträge von Kwame Opoku, Sharon Macdonald, Mirjam Brusius, Jürgen Zimmerer, Larissa Förster, Mnyaka S. Mboro und Christian Kopp, Chip Colwell, und Andreas Schlothauer. Ethnologen, Kuratoren und Aktivisten erklären, was sich in den Museen ändern muss und welche Rolle diese in einer globalisierten Welt spielen könnten.

SZ, 23.01.2018: Weltkulturschmerz

von Jörg Häntzschel. Die ethnologischen Sammlungen sind in der Krise. Wer sich heute für Mexiko interessiert, fliegt einfach hin. Und das ist nur ein Grund. Umso mehr stellt sich die Frage nach dem Sinn des Berliner Humboldt-Forums.

NDR, 17.01.2018: “Schädel X” beleuchtet dunkle Kolonialgeschichte

von Anette Schneider. Das Projekt “Schädel X” der freien Theatergruppe Flinn Works kreist um ein besonders düsteres und fast unbekanntes Kapitel deutscher Kolonialgeschichte – um Schädel aus deutschen Kolonien, die um 1900 Medizinern, Anthropologen und Museumsleuten dazu dienten, sogenannte Rassen-Theorien zu entwickeln.

Tagesspiegel, 16.01.2018: Der Bau steht, doch wer hat das Sagen? 

von Nicola Kuhn. Für das Humboldt-Forum ist 2018 das entscheidende Jahr. Die Gerüste fallen, die ersten Exponate kommen aus Dahlem.

Berliner Zeitung, 15.01.2018: Wieso endlich über Inhalte debattiert werden muss

Kommentar von Nikolaus Bernau. Die leidige Debatte um die Fassadennachbauten hat über fast zwei Jahrzehnte die Frage, was eigentlich im Humboldt Forum geschehen soll, geradezu systematisch verdeckt und das „Warum“ des ganzen Projekts in den Schatten gerückt.

FAZ, 15.01.2018: Die Beute-Bronzen

von Lutz Mükke und Maria Wiesner. Vor 120 Jahren raubten die Briten Kunstschätze aus dem Königreich Benin. In Nigeria kennen selbst junge Leute die Geschichte der Bronzen. Jetzt wäre es an der Zeit, sie zurückzugeben. Aber es passiert: nichts.

SZ, 15.01.2018: Kunst ist das neue Schwarz

von Jonathan Fischer. Die Berlin Biennale leiten afrikanische Kuratoren. Museen moderieren postkoloniale Diskurse und Tillmans Fotos touren im Kongo: Warum Deutschland Millionen für den Austausch mit Afrika ausgibt.

SZ, 15.01.2018: Keineswegs sicher

von Jörg Häntzschel. Nimmt die Ethnologin Inés de Castro ein Angebot des Humboldt-Forums an? Die Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums soll in dem umstrittenen Großprojekt angeblich Sammlungsdirektorin werden.

Modern Ghana, 15.01.2018: Musée Du Quai Branly as Ally in Quest for Restitution of African Artefacts?

by Kwame Opoku. First, there was the historical Ouagadougou Declaration by Emmanuel Macron that African artefacts should be returned to Africa. Then followed Nigeria’s astonishing statement that Nigerian and African artefacts should be returned unconditionally. Now the president of the Musée du Quai Branly in Paris is in favour of restitution as well.

SWR2, 15.01.2018: Berliner Top-Job für Inés de Castro

Susanne Kaufmann im Gespräch mit de Castro. Die Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums, soll die Sammlungen des Berliner Humboldt Forums führen. Wegen ihrer Expertise in der Provenienzforschung gilt die gebürtige Argentinierin als Idealbesetzung.

Die Welt, 14.01.2018: Museumschefin auf Stuttgart soll Humboldt-Sammlungen leiten

Die Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums, Inés de Castro, soll nach Informationen des «Spiegel» künftig die Sammlungen des Berliner Humboldt Forums führen.

Tagesspiegel, 13.01.2018: Kultur zuletzt – aber ausführlich

von Christiane Peitz. Freiheit, Vielfalt, Teilhabe: Was CDU, CSU und SPD für die Verhandlungen zur großen Koalition bei der Bundeskulturpolitik versprechen. Blick ins Ergebnispapier nach den Sondierungsgesprächen.

Tagesspiegel, 10.01.2018: Das Museum als Universum

Hermann Parzinger kündigt Pläne für ein Zentralinstitut der Provenienzforschung an.

WDR, 10.01.2018: Umgang mit kolonialem Erbe in Museen

Kultur am Mittag im Gespräch mit Larissa Förster. Wie kommt ein bronzener Ahnenkopf aus dem Benin in ein deutsches Museum? Wem gehört eine Totenmaske aus Ozeanien? Fragen, mit denen sich Museumsleute beschäftigen.

WDR, 08.01.2018: Erste Juniorprofessorin für Provenienzforschung in Deutschland

An der Universität Hamburg ist eine Juniorprofessur für die Herkunftsgeschichte von Kunstwerken eingerichtet worden.

Rheinische Post, 02.01.2018: Umgang mit kolonialem Erbe regeln

Statement Hermann Parzingers zum Umgang mit kolonialem Erbe. Der Stiftungschef der SPK fordert ein internationales Abkommen.

Tagesspiegel, 02.01.2018: Hermann Parzinger fordert internationale Vereinbarung zu kolonialem Erbe

Die Herkunft vieler Kunstschätze in Museen ist immer noch ungeklärt. Hermann Parzinger fordert internationale Regeln für den Umgang mit kolonialer Raubkunst.

Salzburger Nachrichten, 01.01.2018: An manchen Museumsobjekten klebt Blut

Für den Umgang mit NS-Raubkunst hat die Internationale Gemeinschaft vereinbart, “gerechte und faire Lösungen” zu suchen. Auch für das koloniale Erbe wären solche Leitlinien wichtig.

FAZ, 22.12.2017: Spielt nicht mit dem Heiligen

von Hans-Jürgen Heinrichs. Das Humboldt-Forum hat einen historischen Auftrag: Es muss an den Objekten der Ethnologie zugleich die Geschichte ihrer Aneignung erzählen.

Blog for Transregional Research, 20.12.2017: Where Do the Things in European Museums Come From?

The Max Weber Stiftung interviewed Mirjam Brusius for their 5in10 series.

Neue Osnabrücker Zeitung, 19.12.2017: “Berlin Postkolonial”: Verein fordert Rückgabe afrikanischer Kulturgüter

Afrika-Initiativen und Wissenschaftler haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem offenen Brief aufgefordert, sich für die Rückgabe von Kulturgütern und Gebeinen aus Afrika einzusetzen.

DLF Kultur, 18.12.2017: Native People in Alaska erhalten geraubte Grabbeigaben zurück

von Christiane Habermalz. Eine Kindertrage, Holzmasken und Öllampen: Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt neun Objekte an die Chugach Alaska Corporation zurück. Der norwegische Kapitän Jacobsen hatte sie im 19. Jahrhundert illegal nach Berlin gebracht.

Berliner Zeitung, 17.12.2017: Bedeutendes Berliner Museum trägt Namen eines Antisemiten

von Maritta Adam-Tkalec. Eines der bedeutendsten Museen Berlins trägt den Namen eines bekennenden Antisemiten: Wilhelm Bode.

WDR, 12.12.2017: Goethe-Institut plant Projekt mit afrikanischen Wissenschaftlern

Das Goethe-Institut will gemeinsam mit afrikanischen Wissenschaftlern die Folgen der deutschen Kolonialgeschichte erforschen.

Deutscher Kulturrat, 05.01.2017: Kraftpakete

von Hartmut Dorgerloh. Die Geschichte des Berliner Schlosses und des Palastes der Republik gehört ins Humboldt Forum.